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Jürgen Klopp

„Das Talent, Potenziale zu erkennen“

Unser Partner Jürgen Klopp im Interview: das macht einen guten Coach aus!

In unserer neuen Kampagne mit Jürgen Klopp geht es um die Unterstützung von einem Coach – auch im Beruf. Zwischen einem erfolgreichen Coach im Sport und in der Vermögensberatung gibt es viele Parallelen: Für beide steht der Mensch im Mittelpunkt. Beiden geht es darum, Menschen zu verstehen, sie individuell zu unterstützen und möglich zu machen, was möglich ist.

Bei ihrer ersten Pressekonferenz in Liverpool haben Sie sich als „The normal One“ vorgestellt – als ganz normaler Typ. Dabei waren Sie damals ja längst erfolgreich als Trainer. Wie war der Moment, in dem aus Jürgen Klopp ein Ausnahmecoach wurde?

Ich habe Fußball schon immer geliebt, konnte aber nicht so gut spielen, wie ich gern wollte. Dennoch wusste ich, dass ich meine Grenzen verschieben kann, wenn man mich den Job als Coach machen lässt. Und das habe ich genau so gefühlt in dem Moment, als ich Trainer wurde – und zwar exakt einen Tag, nachdem ich meine Kariere als Profispieler bei Mainz 05 beendet hatte.

Was haben Sie anders gemacht als andere Trainer, dass ich Karriere so viel Schwung bekam?

Ich weiß nicht, was die Kollegen machen. Ich hatte nie die Gelegenheit, ihnen über die Schulter zu schauen. Allerdings habe ich das große Glück, immer mit außergewöhnlich guten Mannschaften zusammenzuarbeiten.

Ich glaube, ich habe das Talent, Potenziale zu erkennen. Und wenn das Potenzial da ist, geht es darum, wie man es auf den Platz bringen kann. Und das ist mir dann relativ häufig gelungen.

Ist es eine Fähigkeit, die Ihnen in die Wiege gelegt wurde?

Ja, ich habe ein paar Talente, die für den Beruf wichtig sind, den ich ausübe. Kommunikation fällt mir leicht.

Ich bin superinteressiert an Menschen, höre gern zu. Mich interessiert die Geschichte meines Gegenübers. Das ist als Fußballtrainer extrem wichtig, weil ich dann mehr darüber erfahre, wo ich meine Spieler abholen muss.

Wenn man weiß, wo man ihn abholen muss, kann man die richtigen Maßnahmen treffen, um ihn weiterzubringen. Ich habe große Lust darauf, Teams zu bilden und als eine Einheit zu formen. Ansonsten muss man in meinem Beruf auch Glück haben und im richtigen Moment am richtigen Ort sein. Wenn du kein Glück hast, ist eine Karriere im Fußball nicht möglich.

Haben Sie auch Schwächen?

Die gibt‘s ganz bestimmt. Ich bin sicher manchmal sehr impulsiv. Aber ich bin 54 und mittlerweile mit allen Wassern gewaschen – mindestens einmal. Demensprechend kenne ich mich ganz gut.

Was macht mehr Sinn – an den Schwächen zu arbeiten oder an den Stärken?

An den Stärken zu arbeiten, ganz bestimmt. Man kann die Schwächen nicht komplett ignorieren, aber man muss sie auch nicht überhöhen. Wir Menschen haben das Problem, dass wir Dinge, die wir nicht so gut können, viel stärker empfinden als Dinge, die wir gut machen.